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M I K E S C H S    R E I S E

mikesLiebe Kinder, wer kennt ihn nicht, den schwarzen Kater Mikesch, der mit seinen Tierfreunden, der Großmutter und Pepik Schuster in der Hütte in Hrusice wohnt, dem kleinen Dorf, das ihr als Holleschitz kennt. Wenn ihr euch Mikesch vorstellt, werdet ihr euch sicher erinnern, dass das nicht nur einfach ein gewöhnlicher Kater ist, wie ihr in z.B. zu Hause habt. Nicht nur dass er Schuhe trägt und auf zwei Beinen geht wie ein Mensch, sondern er kann sogar mit menschlicher Sprache sprechen!

Diese, aber auch andere Märchengestalten hat für euch, liebe Kinder, der Herr Josef Lada erschaffen. Dieser tschechische Maler und Schriftsteller wurde in Hrusice geboren, und den Bezirk, der heute seinen Namen trägt, hatte er sehr gern. Deshalb durchleben seine Helden ihre Abenteuer gerade hier, im Lada-Bezirk.

1_cesta_mikes_hrusice1Erinnert ihr euch an das Märchen, wie Mikesch und Paschik mit dem Schubkarren auf die Kirmes nach Mnichovice fuhren? Oder daran, wie der schwarze Kater in die Welt zog? Begebt euch auf seine Spuren und besucht die Plätze, an denen er all seine Abenteuer erlebt hat. Während eurer Wanderung findet ihr 12 Haltepunkte mit Tafeln, auf denen ihr neben den Auszügen aus dem Buch „Mikesch“ auch wunderschöne Bilder von Lada findet. Ebenso wie Mikesch macht ihr euch in seinem Geburtsort Hrusice auf den Weg, und wenn ihr bis zur 12. Tafel gehen wollt, wird das Ziel eurer Reise in Říčany sein. Wenn euch die Beine vorher schon weh tun, könnt ihr den Weg verkürzen und euch, je nachdem, wo ihr seid, in den Bus oder Zug setzen, der euch nach Hause bringt. Wenn ihr uns noch nicht verlassen wollt und die Lada-Landschaft noch genauer kennenlernen möchtet, könnt ihr eine der Übernachtungsmöglichkeiten nutzen. Die Reise des Katers Mikesch könnt ihr als richtige Wanderer mit einem Ränzel auf dem Rücken zurücklegen oder mit dem Fahrrad. Die Strecken für Radfahrer sind auf der Karte gepunktet eingezeichnet.  Damit der Weg für euch interessanter wird, haben wir für euch ein Spiel vorbereitet.

S P I E L R E G E L N

In dem Prospekt, den ihr in den Händen haltet, sind zwei Seiten als Platz für Stempel gekennzeichnet. Eure Aufgabe ist es, auf dem Weg so viele Stempel wie möglich zu sammeln. Wo bekommt ihr sie? Guckt einmal auf das Verzeichnis der Stempelorte!

Stempel könnt ihr zwar insgesamt 16 bekommen, aber bereits 9 genügen euch, damit ihr an der Preisverlosung teilnehmen könnt. Füllt euren Namen und die Adresse aus, trennt den Teil mit den gesammelten Stempeln vom Prospekt ab und schickt ihn an das Informationszentrum Říčany.

Die Auslosung erfolgt bei der Kirmes, die im Lada-Bezirk stattfindet. Damit ihr wisst, wann und wo die jeweilige Kirmes stattfindet, verfolgt die Webseiten www.laduv-kraj.cz  
Wenn ihr bei der Verlosung nicht da seid, wird euer Name auf den Internetseiten veröffentlicht und ihr könnt euren Preis direkt im Informationszentrum Říčany abholen.
Der Kater Mikesch und die anderen wünschen euch viel Glück und gute Unterhaltung. Sie hoffen, dass ihr diesen Bezirk ebenso mögen werdet wie sie selbst.

WIE MIKESCH IN DIE WELT ZOG

Eines Tages buk Großmutter Schuster Pfannentalken und schickte Mikesch in den Keller Sahne holen. Der Kater nahm den vollen Milchtopf in die Pfoten und wie er so über den Steg ging, verlor er das Gleichgewicht und fiel in den Graben. Die Sahne floss aus, und der Milchtopf, liebe Kinder, war in Stücke zerbrochen. Mikesch hatte die Großmutter sehr gern und es betrübte ihn sehr, dass er ihr Schaden und Kummer zugefügt hatte. Weil er sich dafür schämte und sich auch fürchtete, Prügel zu bekommen, beschloss er wegzulaufen.

Mikeschs und OmaEr wird in die Welt hinausziehen, und wenn er so viel Geld verdient hat, dass er einen neuen Milchtopf kaufen kann, wird nach Hrusice zurückkehren.
Er begab sich über den Lederberg, wich Třembláty aus und hinter Struhařov begann ihm das erste Mal der Magen zu knurren. Er traf er eine Gänsemagd. „Guten Tag, wünsche ich,“ sagt er, „ich bin Mikesch Schuster aus Hrusice, dort hinter dem Wald." „Ich bin Gretel Kudlatschkowa aus Struhařov. Aber wie kommt es, dass du sprichst?" „Bei uns zu Hause redet auch Paschik und der Ziegenbock Bobesch, Pepik hat es uns beigebracht," sagte der Kater stolz. „Und wohin gehst du?“ fragte Gretel. „In die Welt. Weißt du nicht, ob ich schon dort bin?" „Herrje, da musst du viele Stunden dort hinter diesen Wald." Gretel riet Mikesch, nach Hause zurückzukehren. Aber er erwiderte, dass ein Mädchen das tun würde, aber nicht ein richtiger Kerl. Und so gab ihm die Gänsemagd wenigstens ein Stück Buchtel mit auf den Weg, der Kater verabschiedete sich und setzte seine Reise fort.Auf der Weide von Struhařov sah er Hirtenknaben, wie sie sich am Feuer wärmen.  

Und weil er wirklich schon riesigen Hunger hatte, fasste er sich ein Herz und ging zu ihnen. Als er den Jungen alles erzählt hatte, gaben sie ihm gebratene Kartoffeln ins Ränzel. „Und jetzt mit Gott, ich muss weiter.“ Mikesch plagte sich über Felder und Raine, damit er keine Gendarmen traf und die ihn nicht wegen des zerbrochenen Milchtopfes einsperren.

Als er zur Landstraße kam, die von Klokočná nach Svojetice führte, taten im die Beine schon schrecklich weh. Er traf eine Großmutter mit einem Tragkorb. „Ach, da kann ich mich ja fahren lassen wie auf dem Wagen," freute er sich. „Ach, bei meiner Seel, dieser Tragkorb wird ja immer schwerer," beschwerte sich die Großmutter, und Mikesch schämte sich. Die Großmutter stellte den Tragkorb ab und ging sich nach Pilzen umschauen. Auf diesen Moment hatte ein allzu gerissener Landstreicher nur gewartet.

mik2„Guck an, aus diesem Tragkorb kann ich bestimmt etwas brauchen." „Schau her, so kann ich es der Großmutter doch noch vergelten," sagte sich Mikesch. Schließlich hatte er doch hübsch scharfe Krallen! „Auhhh," klagte der Landstreicher, und schon war er weg.

Mikesch ging in die Welt und ihm wurde immer banger. In Klokočná traf er einen Knecht, grüßte höflich und bat um etwas zu essen. Der Knecht antwortete auf seinen Gruß, aber als er sich zum Kater umdrehte, schrie er wie angestochen und rannte weg. Und so versuchte Mikesch es auch anderswo. Aber es fiel überall aufs Haar genauso aus. „Haben die hier noch keinen Kater gesehen?", wunderte sich Mikesch.
MikeschsAls er an den Rand des Waldes kam, da tauchte vor seiner Nase ein wunderbarer Geruch auf und als er diesem Geruch nachging, da sah er etwas, was er noch nie gesehen hatte. „Ei, das werden sicher anständige Leute sein, wenn sie so hübsch angezogen sind." „Tretet ruhig näher, bei uns herrscht an einem Stück Fleisch kein Mangel," forderten ihn die Zigeuner auf. Ach, ja, als ihm schon schien, er habe ein Dach über den Kopf und ein freundliches Wort gefunden, passierte ihm etwas Schreckliches. Ehe er es sich versah, hatte er einen Sack über den Kopf und ab mit ihm in den Wagen. „Großmutter, Großmutter", schrie Mikesch.

„Was habt ihr in diesem Wagen?", fragen die Gendarmen. Mikesch meint, sie suchen ihn wegen des zerbrochenen Milchtopfes, aber besser ins Gefängnis als ums Leben kommen. „Ich bin hier im Sack,“ rief er. Mikesch musste den Gendarmen alles erklären, aber die sperrten ihn nicht ein, oh nein, sie gaben ihm 20 Kreutzer und noch ein Stück Wurst mit auf den Weg.
MikeschsDer Kater war zufrieden und brach wieder auf. Nur bekam er nach dieser Wurst schrecklichen Durst, und so versuchte er in Světice Wasser zu bekommen. Er traf Bürgermeisters Mietzinka. „Möchten Sie nicht unsere Sahne probieren?" fragte sie. Ein so lockendes Angebot konnte Mikesch nicht ablehnen. Die Katze betrog ihn aber und führte ihn in ein fremdes Gebäude. Gerade als Mikesch zu schlecken begann, hörte er eine wütende Stimme. „Hab ich dich endlich, Mietzinka, jetzt wird mir der Bürgermeister auf jeden Fall glauben, dass du bei uns die Sahne stiehlst. Ab in den Sack!" „Was denn, in den Sack, da war ich heute schon," sagte Mikesch zu sich, und weil er ein sehr kluger Kater war, warf er statt sich selbst ein ausgestopftes Hasenfell, das er im Keller fand, in den Sack. „Ha, da wird sich der Bürgermeister wundern, wer da bei dir die Sahne stiehlt," lachte Mikesch. 
Mikesch Er war müde und als er sich ins Gebüsch in einen Schlupfwinkel legte, seufzte er nur. „Ach, du liebe Großmutter, wenn Du wüsstest, was ich wegen diesem Milchtopf schon ausgestanden habe." Vor den Gendarmen hatte Mikesch keine Angst mehr, und so beschloss er, in eine größere Stadt zu gehen, wo es die Leute gewohnt sind, irgendwelche Wunder zu sehen. Dort wird es ihm wohl gelingen, Geld zu verdienen, und dann wird er nach Hause zurückkehren können.
In Říčany verlassen wir unseren lieben Mikesch, auch wenn sein Abenteuer noch nicht ganz zu Ende ist. Auf dem Weg nach Brandýs trifft er nämlich den Zirkus Klutzky, der ihn als sprechenden Sack Žok-Žok engagiert. Aber habt keine Angst, Kinder, dann kehrt der schwarze Kater schließlich nach Hause nach Hrusice zurück, wo Pepik Schuster, der Ziegenbock Bobesch, Paschik, die Großmutter und alle seine anderen Freunde schon ungeduldig nach ihm Ausschau halten.





Nach dem Buch von Josef Lada „Mikesch“, Text angepasst und gekürzt von Lenka Grossová.

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